Der Tagesspiegel : „Mutiger Abgang, der zu ihm passt“ Stimmen zu Stolpes Rücktritt

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Gerhard Schröder, Bundeskanzler, SPD: Stolpes Rücktritt verdient „sehr viel Respekt. Er hat Großes für Brandenburg geleistet.“

Friedrich Merz, CDU-Fraktionschef: Beim Rücktritt hat das Kanzleramt Regie geführt.

Günter Nooke, Ex-Bürgerrechtler, (CDU) Der Rücktritt ist Stolpes „späte Rache an Schröder“. Der Ministerpräsident und der Kanzler hätten kein gutes Verhältnis gehabt, Stolpe sei oft unter Druck gesetzt worden. „Das ist ein mutiger Abgang, der zu ihm passt.“

Lothar Bisky (PDS-Fraktionschef) fordert Neuwahlen: „Wenn Stolpe geht, kann man die Große Koalition mit Platzeck nicht fortsetzen.“ Stolpe „war immer für eine Überraschung gut“.

Franz Müntefering, SPD-Generalsekretär: Stolpes Entscheidung ist „super“ und „außerordentlich hilfreich“. Stolpe habe „im Vollbesitz seiner Kräfte“ den Stab übergeben und stehe für den Bundestagswahlkampf zur Verfügung. „Hört auf Manfred Stolpe: Wer zu spät geht, den bestraft das Leben.“

Sigmar Gabriel, Niedersachsens Ministerpräsident, SPD: „Platzeck ist ein ganz großes politisches Talent in der SPD bundesweit.“

Heide Simonis, Ministerpräsidentin Schleswig-Holstein (SPD): „Stolpe hat für Ost und West identitätsstiftend gewirkt“

Cornelia Pieper, FDP-Generalsekretärin: hat „höchsten Respekt“. Sie glaube aber, dass Stolpe „einem Kanzlerdiktat und nicht seinem Herzen gefolgt ist.“ Dies sei ein würdiger, aber kein freiwilliger Abgang.

Jörg Schönbohm (CDU-Landeschef): Die CDU will die Große Koalition fortsetzen. „Aus Sicht der CDU gibt es zu Matthias Platzeck keine Alternative.“ Der Stabwechsel werde „problemlos laufen“.

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister (SPD): Er „hat den Menschen in den Aufbaujahren Halt und Orientierung gegeben, auch über Brandenburg hinaus.“ Tsp, dpa

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