Der Tagesspiegel : Mysteriöser Überfall auf Bernauer Klinik Maskierter drohte mit Sprengstoff

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Bernau. Ein maskierter Mann ist am Montagabend gegen 21.45 Uhr in die BrandenburgKlinik Bernau eingedrungen. Wie die Polizei gestern mitteilte, drohte er den im Foyer anwesenden Patienten mit Sprengstoff, den er angeblich am Körper trage. Dann forderte er sie auf, sich an einer bestimmten Stelle zu sammeln. Ein 46-jähriger Mann, der dieser Aufforderung nicht umgehend nachkam, wurde von dem Unbekannten in die Hüfte getreten. Er erlitt mehrere Blutergüsse.

Der Maskierte bedrohte drei Frauen mit einem messerähnlichen Gegenstand und verließ, nachdem sich mehrere Patienten beherzt gegen ihn wandten, schließlich fluchtartig das Krankenhaus. Er konnte unerkannt entkommen, eine sofort eingeleitete Fahndung blieb bislang erfolglos.

„Wir gehen nicht davon aus, dass es sich bei dem Überfall um einen Scherz handelte, dazu war das Verhalten des Mannes zu brutal“, sagte ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel: „Fraglich ist allerdings, ob der Täter wirklich Sprengstoff bei sich hatte.“ Der etwa 35- bis 40-Jährige habe – so die Polizei – eine Skimaske getragen und um die Taille eine etwa 20 Zentimeter dicke Wulst gebunden. Er soll nach Zeugenaussagen zwar etwas genuschelt, ansonsten aber ein akzentfreies Deutsch gesprochen haben.

Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren, sagte der Sprecher. Doch obwohl gestern eine Telefon-Hotline einrichtet wurde, gebe es bislang keinerlei Hinweise auf den Täter. Auch das Motiv des Mannes sei vollkommen rätselhaft. das

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