Der Tagesspiegel : Nach dem Start liegen geblieben

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Die Formel1-Rennstrecke in der Lausitz, die dem Nürburg- und dem Hockenheimring Konkurrenz machen sollte, war schon ein Traum von Erich Honecker. Das Projekt des letzten Fünfjahresplans der DDR kam jedoch nicht mehr zustande. Unter Regierungschef Stolpe wurde die alte SED-Idee 1995 wieder aus den Schubladen geholt. Das Land steckte rund 123 Millionen Euro Steuergelder in die „touristische Infrastrukturmaßnahme“ für die Bergbauregion, obwohl es keinen privaten Investor gab. „Die nächsten Schumachers kommen aus der Lausitz“, sagte Stolpe damals. Aber der Lausitzring ging im Sommer 2002 pleite und wird mit öffentlichen Geldern am Leben gehalten. Das Land sucht zurzeit einen Käufer.

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