Nach Rücktritt Saskia Ludwigs : Michael Schierack soll die Brandenburger CDU führen

Nachdem Saskia Ludwig ihren Rücktritt erklärt hat, hat die CDU in Brandenburg sich für einen neuen Vorsitzenden entschieden. Die Entscheidung sei mit großer Mehrheit gefallen. Es habe nur eine Gegenstimme gegeben.

Der Cottbuser Landtagsabgeordnete Michael Schierack wird neuer Brandenburger CDU-Vorsitzender. Der Landesvorstand habe sich darauf geeinigt, Schierack für die Kandidatur beim Landesparteitag im November vorzuschlagen, sagte der neue CDU-Fraktionschef Dieter Dombrowski nach einer Vorstandssitzung am Mittwochabend. Die Entscheidung sei mit großer Mehrheit gefallen. Es habe nur eine Gegenstimme gegeben.

Generalsekretärin soll die Lausitzer Landtagsabgeordnete Anja Heinrich werden. Damit folgt sie Dieter Dombrowski. Michael Schieracks Posten als stellvertretender Landesvorsitzender übernimmt der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Ingo Senftleben. Allerdings bekommt er einen Sonderstatus unter den insgesamt vier Stellvertretern. Für ihn wurde das Amt des ersten stellvertretenden Landesvorsitzenden geschaffen.

Mit der Nominierung Schieracks werden Fraktions- und Parteivorsitz getrennt. Bislang hatte Saskia Ludwig beide Ämter inne. Sie war vergangene Woche zurückgetreten, nachdem sie wegen ihres harten Oppositionskurses und ihrer Beiträge für eine rechtspopulistische Zeitung in die Kritik geraten war.

Vor der Sitzung hatte Dombrowski nicht ausgeschlossen, trotz seines neuen Postens als Fraktionschef auch für den Landesvorstand zu kandidieren. Dies hatte ihm Kritik eingebracht, unter anderem vom CDU-Ehrenvorsitzenden Jörg Schönbohm. Sein schlechtes Abschneiden bei der Wahl zum Fraktionsvorsitzenden - lediglich 11 der 19 Abgeordneten hatte sich für Dombrowski ausgesprochen - wurde unter anderem darauf zurückgeführt.

Nach der Entscheidung des Landesvorstands, die sich bis in den späten Abend hinauszögerte, war Dombrowski um Einigkeit bemüht: „Die CDU Brandenburg ist geschlossener denn je“, betonte er. Die Debatte sei gut und sachlich gewesen. Gemeinsames Ziel sei es, Rot-Rot 2014 zu beenden. „Da haben sich alle einzureihen“.

Schierack sagte, auch nach dem Wechsel an der Parteispitze sei kein Neuanfang zu erwarten. Mit Blick auf den vielfach kritisierten Stil seiner Vorgängerin Ludwig sagte er, er werde die Themen möglicherweise anders beleuchten. Er setze auf eine konstruktive Opposition, die die Fehler der Regierung benenne. Offiziell wird über die neuen Posten erst beim Parteitag der Landes-CDU am 17. November entschieden.

(dapd)

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