Der Tagesspiegel : NACHRICHTEN

SPD-Kandidatin Birgit Zuchold

erste Bürgermeisterin in Welzow

Welzow - Das Bürgermeisteramt in der südbrandenburgischen Stadt Welzow wird erstmals von einer Frau bekleidet. Bei einer Stichwahl um den seit Februar verwaisten Posten erhielt die 42-jährige SPD-Bewerberin Birgit Zuchold 57,6 Prozent der Stimmen. Die von einem Wählerbündnis unterstützte Vorsitzende der städtischen Wohnungsbaugesellschaft setzte sich gegen den 61-jährigen Unternehmer und Fraktionsvorsitzenden vom „Bürgerforum Welzow“, Lutz Frauenstein, durch, auf den 42,4 Prozent entfielen. Das neue Stadtoberhaupt wurde für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der Stasi-belastete Bürgermeister Reiner Jestel (parteilos) im Februar bei einem Bürgerentscheid abgewählt worden war. Ein ähnliches Debakel wie bei Jestel scheint mit der neuen Bürgermeisterin ausgeschlossen zu sein. „Ich habe nie für die Stasi gearbeitet“, erklärte die Welzowerin am Sonntagabend. Im ersten Wahlgang am 7. Juni hatte keiner der damals vier Bewerber die für einen direkten Wahlsieg erforderliche absolute Mehrheit erreicht.ddp

Neues Mahnmal in Sachsenhausen

für ermordete AWO-Mitglieder

Oranienburg - In der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen ist am vergangenen Sonnabend ein Mahnmal zur Erinnerung an die gefangen gehaltenen oder ermordeten Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt (AWO) enthüllt worden. Rund 200 Menschen, darunter der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, nahmen nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten an einem Festakt in der Gedenkstätte bei Oranienburg teil. Eine Inschrift auf dem Denkmal verweist auf den AWO-Mitbegründer und SPD-Funktionär Paul Gerlach, der 1944 in Sachsenhausen starb.dpa

Rocker täuschen Unfall

nach Auseinandersetzung vor

Finowfurt - Ein mysteriöses Unfallgeschehen mit mehreren verletzten Personen an der Bundestraße B167 bei Finowfurt beschäftigt die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder). Nach ersten Ermittlungen handelt es sich möglicherweise nur um einen fingierten Crash auf der Straße. Eine Auseinandersetzung im Rockermilieu sei als wirkliche Ursache nicht auszuschließen, hieß es gestern. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen des Verdachtes eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet. Die Polizei war Sonntagfrüh zu dem angeblichen Verkehrsunfall gerufen worden. Die Beamten fanden einen beschädigten PKW mit vier verletzten männlichen Insassen vor. Ein weiterer PKW mit Berliner Kennzeichen soll sich fluchtartig vom Ort entfernt haben. In der Folge stellte die Polizei fest, dass weder die Beschädigungen am Pkw noch die Verletzungen der 23- bis 27-jährigen Männer unfalltypisch waren. Die Verletzungen könnten auch von Hieb- und Stichwaffen herrühren, hieß es. Eine Überprüfung der Insassen ergab Kontakte zum Motorradclub Hells Angels. Tsp

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