Der Tagesspiegel : NACHRICHTEN

Jahrelang vernachlässigtes Mädchen

konnte Klinik verlassen

Prenzlau – Die von ihren Eltern jahrelang versteckte Jennifer aus dem uckermärkischen Lübbenow besucht jetzt eine sonderpädagogische Schule. Die neue Situation bereite ihr keine Probleme, teilte die Kreisverwaltung mit. Am 18. September war die 13-Jährige nach rund zwei Monaten aus der Martin-Gropius- Klinik Eberswalde entlassen worden. Seither lebt sie in einer Therapieeinrichtung in der Uckermark. Mitte Juli war bekannt geworden, dass das behinderte Mädchen von ihren Eltern neun Jahre lang vor der Öffentlichkeit versteckt worden war. Jennifer besuchte auch keine Schule. Während des Klinikaufenthaltes hielten die Eltern regelmäßig Kontakt zu ihrer Tochter, wie der Landrat sagte. Unterdessen zog die Familie innerhalb des Landkreises Uckermark um. Die beiden Geschwister von Jennifer besuchen jetzt neue Schulen. Das Jugendamt unterhält engen Kontakt zu den Schulleitern. Zudem wird die Familie beraten und erhält Hilfe bei der Erziehung der Kinder. ddp

S-Bahnkunden können ab heute Entschädigung bekommen

Berlin - Die S-Bahn will ab diesem Donnerstag beginnen, Inhaber von Jahreskarten, Abonnements und Firmentickets für das Chaos der vergangenen Monate zu entschädigen, indem sie im Dezember auf allen Strecken von S-Bahn und BVG gratis fahren dürfen. Die Regelungen gelten für VBB-Umweltkarten, Schülertickets, Geschwisterkarten, Monatskarten für Auszubildende/Schüler jeweils im Abonnement oder als Jahreskarte sowie für das VBB-Abo 65plus und Firmentickets. Kunden, die ihre Jahreskarte an einer Verkaufsstelle oder am Automaten erworben haben, bekommen ab heute laut S-Bahn in jeder S-Bahn- oder BVG-Verkaufsstelle ein Zwölftel des Jahreskartenpreises in bar ausgezahlt. Bei Abonnenten, die monatlich zahlen, erfolgt im Dezember keine Abbuchung des monatlichen Teilbetrages der jeweiligen Tarifstufe, wer jährlich zahlt, bekommt ein Zwölftel des Jahreskartenpreises der jeweiligen Tarifstufe auf das Kundenkonto zurücküberwiesen. lvt

500 Neonazis wollen in Treptow

gegen „linke Gewalt“ demonstrieren

Berlin - Bis zu 500 Neonazis werden am Sonnabend zu einer Demonstration erwartet. Nachdem am Sonntag ein mutmaßlicher Rechtsextremist vor einer einschlägig bekannten Kneipe in Treptow lebensgefährlich verletzt worden ist, rufen Neonazis aus dem Spektrum der „Freien Kameradschaften“ zu Protesten gegen „linke Gewalt“ auf. Die unbekannten Täter sind noch nicht ermittelt. hah

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben