Der Tagesspiegel : NACHRICHTEN

Kaum bessere Chancen

durch Ein-Euro-Jobs

Ein-Euro-Jobs verbessern nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern kaum die Chancen von Langzeitarbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt. Dennoch förderten sie Integration und Arbeitsbereitschaft von Langzeitarbeitslosen, heißt es in einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Erkennbar verbessert hätten Ein-Euro-Jobs vor allem die Jobchancen arbeitsloser westdeutscher Frauen, fand das Forschungszentrum der Bundesagentur für Arbeit heraus. Von ihnen hätten 23 Prozent eine neue Stelle gefunden – drei Prozentpunkte mehr als Frauen ohne Ein-Euro-Job. Die Arbeitsmarktforscher hatten 28 Monate lang die Jobchancen von 70 000 Beschäftigten in Ein-Euro-Jobs untersucht. dpa

Existenzgründung: Frauen

sind skeptischer

Was die Chancen einer Existenzgründung angeht, sind Frauen deutlich skeptischer als Männer. Sie beurteilten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ihre persönlichen Voraussetzungen für unternehmerischen Erfolg kritischer, ergab eine Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn. Außerdem seien Frauen weniger risikobereit als Männer und fokussierten nicht so stark auf den beruflichen Werdegang. All das seien Gründe dafür, dass Frauen in Deutschland trotz eines höheren Bildungsniveaus seltener eine Existenz gründen als Männer. Die Forscher sehen in dem Verhalten der Frauen aber auch Vorteile: Sie überschätzten sich seltener und hätten weniger übertrieben optimistische Vorstellungen. Zudem handelten sie vorsichtiger – was sie auf Dauer möglicherweise erfolgreicher macht. dpa

Fast jeder Vierte hat

innerlich gekündigt

Viele Beschäftigte haben ihren Job laut einer neuen Umfrage satt: Fast jeder Vierte (23 Prozent) hat innerlich bereits gekündigt, lautet das Ergebnis einer Befragung der Marktforscher von Gallup in Potsdam. Nur jeder Neunte (11 Prozent) in Deutschland fühlt sich seiner Firma stark verbunden und gibt in seinem Job vollen Einsatz. Die meisten Beschäftigten (66 Prozent) machen Dienst nach Vorschrift. Im September und Oktober 2009 waren rund 500 Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt worden. dpa

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