Der Tagesspiegel : NACHRICHTEN

Jusos fordern Rückbesinnung auf Geist der Bologna-Erklärung

Die Hochschulgruppen der Jusos üben heftige Kritik an der deutschen Umsetzung des Bologna-Prozesses. Die große Reform, in deren Mittelpunkt die Studiengänge Bachelor und Master stehen, sei nicht gemäß der mit der Bologna-Erklärung beabsichtigten Ziele umgesetzt worden, erklärte Ninja Schmiedgen vom Bundesvorstand anlässlich des noch bis zum heutigen Mittwoch dauernden Bologna-Folgetreffens von Kultuspolitikern aus 46 Staaten im belgischen Leuven. Anstatt Transparenz und europäische Harmonisierung umzusetzen, hätten die Hochschulen die Gelegenheit genutzt, mit immer mehr Prüfungen immer größeren Leistungsdruck aufzubauen. Mobilität werde erschwert, die Anrechnung von Studienleistung sei nicht gewährleistet. Die Juso-Hochschulgruppen fordern „eine Fortsetzung und Rückbesinnung des Bologna-Prozesses auf das, was 1999 die eigentlichen Ziele des Vertrags gewesen sind“. akü

Studierende sehen hessische Asten in Gefahr

Die Juso-Hochschulgruppen befürchten, mit der Novelle des hessischen Hochschulgesetzes werde die Landesregierung die verfasste Studierendenschaft und damit die Studierendenparlamente und Asten der Hochschulen abschaffen. Damit wolle Roland Kochs Regierung die Studierenden für ihre erfolgreichen Proteste gegen Studiengebühren bestrafen. In den meisten Bundesländern sind alle Studierenden zwangsweise Mitglied der verfassten Studierendenschaften und beitragspflichtig. Bayern und Baden-Württemberg haben die Studierendenschaften schon vor Jahrzehnten abgeschafft. akü

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