Der Tagesspiegel : Nachrichten

Jetzt ist Käsezeit – jedenfalls was den Vacherin angeht. Wie bitte? Doch, doch, das ist schon richtig, denn schnell mal wird vergessen, dass Käse ein Naturprodukt ist und – handwerklich hergestellt– nicht beliebig verfügbar sein kann. Der Vacherin Mont-d’Or kommt aus dem Schweizer Jura (auch die Franzosen machen einen). Im Winter ziehen die Kühe von der Alm in den Stall, so dass der von ihrer Milch gemachte und gereifte Käse von Herbst bis Frühjahr gegessen werden kann. Typisch für den Vacherin ist seine Schachtel aus Tannen- oder Fichtenspänen. Typisch ist auch seine cremige Konsistenz. Diätfuzzis lassen besser die Finger weg: 50 % Fett in Trockenmasse sorgen für Power im Gaumen. Gereifter Vacherin hat eine elfenbeinfarbene Rinde. Pingelige Gemüter wischen den weißen Flaum mit einem Lappen ab. Der Geschmack ist sehr würzig, leicht scharf, weshalb er perfekt zu Birne / Walnuss passt, eine Kombination, die von Köchen auch gern mal mit Gorgonzola oder Roquefort serviert wird.

Ein Tipp: Fans stecken die ganze Schachtel in den heißen Backofen und löffeln dann den fast flüssigen Käse zu Brot oder Pellkartoffeln. Dazu als Wein einen Gewürztraminer! not

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