Der Tagesspiegel : NACHRICHTEN

Kündigung wegen Diebstahls: Abstreiten bringt oft mehr Ärger

Drei Brötchen oder zwei Pfandbons – auch wer solche Kleinigkeiten aus dem Betrieb mitnimmt, kann deswegen gekündigt werden. Stimmen die Vorwürfe, versuchen Beschäftigte besser nicht, sich mit fadenscheinigen Ausflüchten herauszureden. „Es geht in solchen Fällen im Kern um den Vertrauensverlust. Und wenn später herauskommt, dass man gelogen hat, ist der natürlich umso größer“, erläuterte der Arbeitsrechtler Michael Eckert aus Heidelberg. Noch schlimmer sei es, andere Kollegen zu Unrecht zu beschuldigen, um den Verdacht von sich zu lenken. „Das ist sogar eine Straftat und allein schon ein Grund für eine Kündigung“, sagte Eckert, Mitglied im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins in Berlin.    dpa

Der Anteil der Berufstätigen

unter Älteren ist gewachsen

Mehr Ältere arbeiten: Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen in Deutschland hat sich von 1994 bis 2008 von 35,9 auf 53,8 Prozent erhöht. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg errechnet. Allerdings ist der Wert immer noch deutlich niedriger als bei den 25- bis 54-Jährigen: Von ihnen arbeiteten im vergangenen Jahr 81 Prozent. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen liegt in anderen Ländern deutlich höher als in Deutschland: In Schweden etwa sind mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der Älteren noch berufstätig. Auch die USA (62,1 Prozent), Dänemark (57,7 Prozent) und das Vereinigte Königreich (58,2 Prozent) schneiden besser ab als Deutschland. dpa

EU-Umfrage: Jeder zweite Deutsche würde bei Jobverlust umziehen

44 Prozent der deutschen Arbeitnehmer wären bereit, im Fall eines Jobverlustes eine ähnliche Arbeit in einer anderen Stadt anzunehmen. Damit gehören die Bundesbürger zu den mobilsten Europäern, wie eine Umfrage über die Folgen der Wirtschaftskrise zeigt, die die EU-Kommission in Brüssel vorstellte. Neben den Deutschen sind auch die Franzosen (43 Prozent), die Niederländer (42 Prozent) und die Österreicher (39 Prozent) relativ offen für einen Wohnortwechsel. Nicht umzugsfreudig sind hingegen etwa die Rumänen (16 Prozent), die Polen (17 Prozent) und die Italiener (21 Prozent). Auch die Selbstständigkeit ist für einige Bürger eine Alternative: 29 Prozent der Esten, 15 Prozent der Franzosen und zehn Prozent der Deutschen würden diesen Weg gehen. epd

Sicherer Job wichtig für Entscheidung zur Familiengründung

Bei der Entscheidung für oder gegen Kinder, spielt ein sicherer Job eine wichtige Rolle. Besonders für Frauen sei berufliche und damit ökonomische Sicherheit wichtig, wenn sie darüber entscheiden, ob sie in den kommenden drei Jahren ihr erstes Kind bekommen. Das ergab eine Studie des Max-Planck-Institutes für demografische Forschung in Rostock. Auch für Männer spielt die künftige Jobsituation eine zentrale Rolle. Gehen sie davon aus, dass sich diese verbessert, erhöht sich ihr Kinderwunsch deutlich. Erwarten sie eine Verschlechterung, sinkt auch die Chance einer Familiengründung. Frauen wie Männer, in einer Vollzeitbeschäftigung tendierten eher dazu, sich ein Kind zu wünschen, als nicht Berufstätige oder in Teilzeit Beschäftigte. Darüber hinaus sei es Frauen und Männern bei der Entscheidung für Nachwuchs sehr wichtig, dass es Plätze in Kinderbetreuungseinrichtungen gibt. dpa

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