Der Tagesspiegel : NACHRICHTEN

Keine Gebühren und klein: Warum Westdeutsche in Jena studieren

Die Gebührenfreiheit in Ostdeutschland ist das Hauptargument für westdeutsche Studierende, an die Uni Jena zu gehen. Fast die Hälfte der Erstsemester, die von der Hochschule nach den Motiven ihrer Studienortwahl befragt wurden, sind Gebührenflüchtlinge. Zwei Drittel gaben an, dass die „überschaubare Größe von Stadt und Universität“ sie überzeugt habe, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Studie. Knapp ein Drittel hat sich für Jena entschieden, weil ihr Fach dort zulassungsfrei angeboten wird. In Jena sind unter anderem Jura und Wirtschaftswissenschaften ohne Numerus clausus und unterliegen keinem universitätsinternen Auswahlverfahren. In beiden Fächern liegt der Anteil westdeutscher Studierenden vier Prozent über dem Schnitt. Von den mehr als 4000 Jenaer Erstsemestern im Wintersemester 2009/10 kommen 18 Prozent aus den alten Bundesländern. Insgesamt sind in Jena rund 21 000 Studierende eingeschrieben. Wer einmal in Jena studiert, ist mit seiner Wahl meist auch zufrieden: Über 80 Prozent würden sich wieder für ihren Studienort und für ihr Fach entscheiden. -ry

Die Studie im Internet:

www.studentenparadies-jena.de/Aktuelles/Archiv/Studie.html

Evolution als Teil von

Technik und Zivilisation

Biomoleküle, Busfahrpläne, Entscheidungsfindung und optimale technische Geräte: auch in der modernen Zivilisation finden sich viele Hinweise auf den Nutzen evolutionären Denkens. Über das Für und Wider des darwinistischen Ansatzes diskutieren Fachleute in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Markgrafenstraße 38 am Gendarmenmarkt, am morgigen Dienstag um 18 Uhr 30. Motto: „Zur Evolution von Strukturen.“ Teilnehmer sind Volker Erdmann (Biochemie), Hans-Paul Schwefel (Systemanalyse), Martin Grötschel (Mathematik), Gerd Gigerenzer (Psychologie) und Hartmut Wewetzer (Der Tagesspiegel, Moderation). Der Eintritt ist frei. Tsp

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