Nahost-Konflikt : Al Qaida: Gotteskrieger sollen für Hamas kämpfen

Bin-Laden-Vize Aiman al Sawahiri hat sich hinter die radikal-islamische Hamas-Bewegung im Gazastreifen gestellt.

Sawahiri
Aiman al Sawahiri. -Foto: AFP

Der Stellvertreter von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden, Aiman al Sawahiri, hat sich hinter die radikal-islamische Hamas-Bewegung gestellt, die im Gazastreifen die Macht übernommen hat. "Heute müssen wir alle heiligen Kämpfer in Palästina, auch die der Hamas, unterstützen, obwohl sie Fehler in ihrer Führung gemacht haben", sagte Sawahiri auf einer Tonband-Aufnahme, die heute ins Internet gestellt wurde. Alle Gotteskrieger müssten sich gegen eine Offensive gegen die Hamas zusammenschließen, die unter Beteiligung von Saudi-Arabien und Ägypten vorbereitet werde. In der Vergangenheit hatte Sawahiri die Hamas dafür kritisiert, dass sie an den Wahlen in den Palästinensergebieten teilgenommen hatte.

Vor zehn Tagen war die palästinensische Regierung aus Hamas und Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas aufgelöst worden. Abbas hatte nach der Niederlage seiner Sicherheitskräfte im Kampf gegen die Hamas-Mitglieder die Hamas-Regierung für abgesetzt erklärt und ein Notstandskabinett einberufen, dessen Macht sich allerdings auf das Westjordanland beschränkt. Hamas-Regierungschef Ismail Hanija und seine Minister von der Hamas erklärten ihre Absetzung für ungültig und beherrschen seitdem den Gazastreifen. (mit AFP)