Nahost-Konflikt : Zweifel an Zwei-Staaten-Lösung

Der Machtkampf der Palästinenser-Organisationen entzweit die Autonomiegebiete. Ein israelischer Historiker sieht die Zwei-Staaten-Lösung in weite Ferne rücken.

BerlinDer israelische Historiker Moshe Zimmermann bezweifelt, dass im Nahen Osten eine Zwei-Staaten-Lösung für Israelis und Palästinenser noch möglich ist. Angesichts der innerpalästinensischen Auseinandersetzung zwischen  Anhängern der Fatah und der Hamas sei derzeit selbst eine Konföderation zwischen dem Westjordanland, dem Gazastreifen und Israel "illusorisch", sagte er dem "Tagesspiegel".

Zimmermann forderte die EU auf, die Machtstellung der Hamas unter den Palästinensern nicht hinzunehmen. "Die Macht der Hamas beruht darauf, dass sie Geld hat - auch aus dem Iran", sagte der Historiker. Deshalb sei es wichtig, wenn die EU palästinensische Einrichtungen finanziere, "die mit der Hamas konkurrieren können".

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