Nahost : Rice verteidigt geplante US-Waffenlieferungen an arabische Staaten

Während ihres Treffens mit dem ägyptischen Außenminister Ahmed Abul Gheit hat US-Außenministerin Condoleezza Rice die Kritik an den geplanten US-Waffenlieferungen zurückgewiesen. Die Militärhilfe stabilisiere die Region.

Rice
US-Außenministerin Rice will "Sicherheit für unsere Partner in der Region." -Foto:AFP

Scharm el Scheich/KairoUS-Außenministerin Condoleezza Rice hat die geplante Militärhilfe Washingtons für Israel, Ägypten, Saudi-Arabien und andere Golfstaaten verteidigt. "Wir wollen Sicherheit für unsere Partner in der Region garantieren", sagte Rice bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ägyptischen Außenminister Ahmed Abul Gheit in dem Sinai-Badeort Scharm el Scheich. Abul Gheit erklärte, er könne die Aufregung der Iraner nicht verstehen, die am Vortag erklärt hatten, mit den für die kommenden zehn Jahre geplanten Waffenlieferungen solle ein "Horrorszenario" in der Region geschaffen werden.

Bei dem Treffen der US-Außenministerin mit den Außenministern Ägyptens, Jordaniens und der Golfstaaten ging es außerdem um die von US-Präsident George W. Bush vorgeschlagene Nahost-Friedenskonferenz, die Lage im Irak und den Konflikt im Libanon. Rice sprach sich dafür aus, die vielfältigen Probleme der Region nicht isoliert zu betrachten, sondern auf einmal anzugehen. Der Nahe Osten befinde sich derzeit in einer Phase der "Herausforderungen, aber auch der Chancen". Abul Gheit rief erneut die Palästinenserfraktionen Hamas und Fatah auf, ihren Machtkampf zu beenden. In dem von der radikal-islamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen müsse wieder "das Recht gelten". (mit dpa)