Nationalgalerie : "Merci - Au revoir Berlin"

Nach vier Monaten und mit einem sensationellen Besucheransturm ging die Kunstausstellung "Die schönsten Franzosen kommen aus New York" mit einem Feuerwerk in den Farben der französischen Trikolore und den Worten "Merci - Au revoir Berlin" zu Ende.

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"Merci Berlin". Mit Schautafeln wird die Ausstellung "Die schönsten Franzosen kommen aus New York" verabschiedet.Foto: ddp

Berlin"Dankbar und glücklich blicken wir zurück und mit Wehmut geben wir die Bilder wieder an das Metropolitan Museum in New York", sagte Peter Raue vom Verein der Freunde der Nationalgalerie vor Journalisten. Die Ausstellung hatte in vier Monaten rund 680.000 Besucher in das Gebäude unweit des Potsdamer Platzes gelockt. Damit konnten die Veranstalter eine überaus positive Bilanz ziehen. Die Ausstellung sei damit ähnlich erfolgreich gewesen wie die spektakuläre MoMA-Ausstellung 2004 in Berlin, die in sieben Monaten 1,2 Millionen Besucher angelockt hatte.

Nach Raues Angaben kostet die Ausstellung wegen der zusätzlichen Aufwendungen, die der große Besucheransturm verursachte, 8 Millionen Euro statt der veranschlagten 7,5 Millionen Euro. Unter dem Strich rechnet Raue mit einer "schwarzen Null", abgerechnet werde in den nächsten Tagen.

Das beliebteste Kunstwerk der Ausstellung war Monets "Garten von Saint-Adresse", gefolgt von Publikumsmagneten wie Bastien-Lepages "Johanna von Orléans" und Villers "Zeichnende junge Frau". Der Ausstellungskatalog wurde mehr als 70.000 Mal verkauft. 60 Prozent der Besucher kamen von außerhalb. Der Anteil der weiblichen Museumsbesucher lag mit 70 Prozent überdurchschnittlich hoch.

"Mit der Metropolitan-Ausstellung ist Berlin einmal mehr zur Metropole der Kunst geworden", meinte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster. Ab November ist in der Neuen Nationalgalerie wieder die eigene Sammlung zu sehen sowie in der oberen Halle eine Präsentation mit Werken des griechisch-italienischen Künstlers Jannis Kounellis. (mit dpa)