Negativtrend : Immer mehr Privathaushalte melden Insolvenz an

Ein deutlicher Anstieg bei den Verbraucherinsolvenzen ist in Brandenburg zu verzeichnen. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging dagegen um 17 Prozent zurück.

BerlinIn Brandenburg ist ein weiterer Anstieg bei der Zahl der Insolvenzen zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr seien 3760 neue Insolvenzverfahren angemeldet worden, teilte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Berlin mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um 26,6 Prozent. Damit lag Brandenburg deutlich über dem Bundestrend. Deutschlandweit war ein Plus von 7,3 Prozent auf 81.600 Fälle zu verzeichnen.

Verursacht wurde die negative Entwicklung in Brandenburg durch einen deutlichen Anstieg bei den Verbraucherinsolvenzen. So gab es im ersten Halbjahr 3320 Insolvenzanträge von privaten Schuldnern und ehemaligen Selbstständigen. Das waren 36,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bundesweit stieg die Zahl der neu beantragten Insolvenzverfahren um 13,2 Prozent auf 67.500.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging in Brandenburg um 17 Prozent auf 440 betroffene Betriebe zurück. Damit verzeichnete Brandenburg einen stärkeren Rückgang der Insolvenzen als Deutschland insgesamt. Bundesweit wurde ein Minus von 14,3 Prozent auf 14.100 Unternehmenskonkurse registriert. (mit ddp)

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