Neubau : Kölner CDU will Moschee-Pläne neu überarbeiten

Der Neubau einer Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ist der CDU offenbar nicht dezent genug; das geplante Gebäude soll noch einmal überarbeitet werden. Zudem erwarte man sich weitere Antworten des Trägers, der Ditib.

Die Kölner CDU fordert eine grundlegende Überarbeitung der Pläne für eine neue Moschee im Stadtteil Ehrenfeld. Auf einem Mitgliederparteitag lehnten die Kölner Christdemokraten den bisher geplanten Kuppelbau mit den beiden 55 Meter hohen Minaretten ab. Stattdessen soll sich das von der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) geplante Gebäude in seiner optischen Präsenz besser an die Umgebung anpassen.

Der Abstimmung war eine teilweise erregte Debatte vorangegangen. An dem Parteitag hatten rund 500 der etwa 5800 Kölner CDU-Mitglieder teilgenommen.

Mehrere Parteimitglieder äußerten grundsätzliche Zweifel an der Integrationsbereitschaft vieler Kölner mit türkischem Hintergrund. Andere zeigten die Hoffnung, dass der Bau der Moschee noch gerichtlich abgewendet werden könne. Häufig wurde auch die Zuverlässigkeit des Trägers der Moschee, die dem türkischen Staat nahe stehenden Ditib, bezweifelt. Mehrere Redner wiesen darauf hin, dass die Ditib bislang noch nicht auf die in der Öffentlichkeit diskutierten Kritikpunkte am Entwurf der Moschee eingegangen sei. (mit ddp)