Der Tagesspiegel : Neuer BSE-Fall in der Uckermark

Sprecher: Keine Gefahr für Bürger

Sandra Dassler

Potsdam. Bei einer Milchkuh in der Uckermark ist BSE festgestellt worden. Wie der Sprecher des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums, Jens-Uwe Schade, auf Anfrage des Tagesspiegels sagte, zeigte das Tier Krankheitssymptome und wurde getötet. Bei der nachfolgenden Untersuchung des Gehirns sei der BSE-Erreger nachgewiesen worden. Das Tier gehört einem Milchbauern aus Holland, der sich im April dieses Jahres in Brandenburg niederließ. Inzwischen wurden weitere 22 Kühe des betroffenen Betriebs, die im gleichen Jahr wie das kranke Tier geboren wurden, getötet. Eine Gefahr für Verbraucher bestand und besteht nach Aussage von Schade nicht, da „alle Wissenschaftler davon ausgehen, dass BSE nicht durch Milch übertragen wird“.

Das erkrankte Tier in der Uckermark ist der sechste BSE-Fall im Land Brandenburg. Zum ersten Mal wurde der Erreger im Januar 2001 nachgewiesen. Damals war eine ganze Herde mit insgesamt 449 Tieren getötet worden. Der letzte Fall datiert vom 20. August dieses Jahres. Die an BSE erkrankten Tiere kamen aus landwirtschaftlichen Betrieben in Jüterbog sowie aus den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oberhavel.

Das Land Brandenburg hat seit 1998 mehr als 390 Millionen Euro für die BSE-Vorsorge ausgegeben. Damit wurden unter anderem der Ausstieg aus der Tiermehlverfütterung und mehrere Labors für Schnelltests finanziert. Nach Angaben des Ministeriums sind im Land in den vergangenen Jahren rund 70 000 Rinder auf BSE getestet worden. „Rindfleisch ist gegenwärtig das am besten kontrollierte Lebensmittel“, sagt Ministeriumssprecher Schade.

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