Neuer Job : Stoiber soll EU-Bürokratie abbauen

Der scheidende bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat nach seinem Rücktritt Ende September ein Job-Angebot aus Brüssel: Er soll den Bürokratie-Abbau in der Europäischen Union voranbringen.

Stoiber
Auf nach Brüssel: Kommissionspräsident Barroso hat Edmund Stoiber einen Job angeboten. -Foto: dpa

BrüsselStoiber werde vom kommenden Jahr an für Kommissionspräsident José Manuel Barroso eine Expertengruppe leiten, die das ehrgeizige Ziel der Behörde unterstützen soll, verlautete aus Kommissionskreisen in Brüssel. Der Vorschlag soll heute präsentiert werden.

Die Kommission will gemeinsam mit den Mitgliedstaaten erreichen, dass bis 2012 die Gesetzeslast für die Wirtschaft um ein Viertel verringert wird. Die Kommission verspricht sich davon einen volkswirtschaftlichen Gewinn von 150 Milliarden Euro.

Wie es in Brüssel weiter hieß, schätzt Barroso an Stoiber besonders die große politische Erfahrung und dessen Einsatz für Europa. Dem Kommissionspräsidenten gehe es darum, dass das Projekt des Bürokratie-Abbaus von unabhängiger Seite begleitet werde. Zusammen mit Stoiber sollen Vertreter der Wirtschaft, der Wissenschaft und Verbände in der Gruppe mit ingesamt 15 Mitgliedern arbeiten.

Stoiber tritt am 30. September zurück. Zu seinen Zukunftsplänen hatte er bisher geschwiegen. Stoiber wird am 28. September 66 Jahre alt. Er ist seit 14 Jahren Ministerpräsident und seit acht Jahren an der Spitze der CSU. (mit dpa)