Neues Museum : "Welterbe Ade"

Die Gesellschaft Historisches Berlin hat heute eine Protestaktion gegen den Wiederaufbau des Neuen Museums nach den Plänen des britischen Architekten David Chipperfield veranstaltet. Die Demonstranten fordern den Rückbau der "monströsen Betonbauten".

Neues Museum
Lichtakt. Die Gesellschaft Historisches Berlin fürchtet den Verlust des Welterbe-Titels. -Foto: ddp

Mit dem Schriftzug "Welterbe ade" aus roten Grablichtern wurde der laufende "Ausverkauf des Weltkulturerbes Museumsinsel" kritisiert. Die GHB-Vorsitzende Annette Ahme bezeichnete die Protestaktion als Erfolg. Es seien etwa 150 Menschen gekommen. Gefordert werden die Auflösung des Vertrages mit Chipperfield, der Rückbau der "monströsen Betoneinbauten und die Rückkehr zu einem angemessenen Wiederaufbaukonzept".

Für das Neue Museum wurde im September Richtfest gefeiert. Die Wiedereröffnung des einst von Friedrich August Stüler zwischen 1843 und 1855 errichteten Museums ist für Oktober 2009 geplant. Dann werden dort wie vor der Zerstörung des Gebäudes im Zweiten Weltkrieg die Sammlungen des Ägyptischen Museums - einschließlich der Nofretete - und des Museums für Vor- und Frühgeschichte zu sehen sein. Das Museum war fast zu 70 Prozent zerstört und wird nun restauriert. Charakteristisch soll dabei das Nebeneinander von historischen Zeugnissen und moderner Architektur werden. (mit ddp)

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