Neupflanzungen : Land will Alleen dauerhaft sichern

Die Alleen in Brandenburg sollen nach Angaben der Landesregierung dauerhaft gesichert werden.

Allee
Alleen sollen geschützt werden.Foto: ddp

Die Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen bezeichnete das Konzept der Landesregierung als "Alleenauslaufprogramm".  Brandenburg sei mit 8000 Kilometer Baumstraßen das alleenreichste Bundesland, sagte Infrastruktur-Staatssekretärin Dorette König auf einer Fachtagung in Müncheberg. Allerdings sei der Bestand überaltert, rund 35 Prozent der Alleebäume seien 70 bis 90 Jahre alt und damit am Ende ihres Lebenszyklus angekommen.

"Wir werden in Zukunft verstärkt ganze Alleenabschnitte neu pflanzen und weniger den Einzelbaum in den Mittelpunkt stellen", sagte König. Im vergangenen Jahr waren an Bundes- und Landesstraßen nach ihren Angaben 6850 Alleebäume gepflanzt worden, deutlich mehr als die 6300 gefällten Bäume. In den nächsten Jahren sollen auf weiteren 100 Kilometern Alleebäume gesetzt werden. Seit 1991 wurden im Land nach Angaben des Ministeriums rund 44 Millionen Euro in die Neupflanzung von Alleen an Bundes- und Landesstraßen investiert.

Wenn das Ministerium angebe, es würden 2500 Kilometer Alleen an Bundes- und Landesstraßen dauerhaft gesichert, so sei dies "schlicht falsch", sagte Sprecher Wolfgang Mädlow. Dieser Bestand werde erst im Jahr 2060 wieder erreicht, zuvor nehme der Baumbestand um etwa ein Drittel ab. Mädlow forderte mehr Neupflanzungen. Er verwies auf Regelungen in Mecklenburg-Vorpommern, wo seit 1994 doppelt so viele Alleebäume gepflanzt wie gefällt worden seien. (mit ddp)

 

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