Der Tagesspiegel : Novemberlächeln

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VON TAG ZU TAG

Werner van Bebber erschrickt über den neuen Ernst des Regierenden

Jetzt ist Gefahr im Verzug: „Abends zu Events zu gehen“, sagt Klaus Wowereit, sei „harte Arbeit“. Seine Ausgeherei dient, wie er dem Fernsehsender XXP gesagt hat, weniger der Entspannung und sinnlichen Erheiterung, sondern dem „Networking“. Harte, ja bitter stimmende Worte in einer Zeit, in der uns alle Mitmenschen so düster ansehen, als sei bei ihnen die Heizung ausgefallen und die Kaffeemaschine verreckt – novemberdüster eben. Der Regierende Wowereit aber hat das immer weggelächelt und überstrahlt, er hat sich nicht anstecken lassen von der nassgrauen Finsternis so vieler Berliner Gemüter.

Und nun das: Unserem Vormann aus dem Rathaus droht der Spaß zu vergehen. Selbst über Ikea-Werbung kann er nicht lachen (siehe unten). Da hilft nur vorsorgliche Erheiterung: Trainieren wir das freundliche Partylächeln. Für den Fall, dass wir unserem Regierenden beim Netzwerken begegnen.

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