Der Tagesspiegel : Nur vier Proben waren einwandfrei Analyseergebnis im Fleischskandal

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Im jüngsten LebensmittelSkandal sind nach Angaben des Agrarministeriums nur vier von 28 Proben ohne Beanstandung getestet worden. Zwar habe das Landeslabor Brandenburg bei keiner der Proben eine Gesundheitsgefährdung festgestellt, teilte das Ministerium am Donnerstag mit, doch sei in sechs Fällen eine eingeschränkte Genusstauglichkeit bescheinigt worden. In 18 Fällen wurden bei Fleisch- und Wurstwaren unvollständige Angaben zu Gewicht oder Tierart gemacht.

Laut Ministerium war bei vier Proben das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen. Eine Umetikettierung dieses Datums, die unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich möglich sei, war demnach für sechs Proben nachweisbar. Die Laboranalysen müssten noch mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeglichen werden. Nach Auskünften der Ermittler steht fest, dass der beschuldigte Betrieb in Stahnsdorf Ware umetikettierte. Zudem soll das Unternehmen seit längerem Lebensmittel – vorwiegend Fleisch – mit überschrittenem Verfallsdatum an Hotels und Seniorenheime geliefert haben. dpa

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