Olympia : Salzburg will sich nicht mehr um Winterspiele bemühen

Nach der Niederlage im Rennen um die Austragung der Winterspiele im Jahr 2014 will Salzburg keine Bewerbung mehr für das Jahr 2018 abgeben. Solange sich die Spielregeln bei der Olympia-Vergabe nicht änderten, sei Salzburg chancenlos, erklärte der Bürgermeister.

Salzburg
Salzburg: Lange Gesichter in der Wahlnacht. -Foto: AFP

SalzburgSalzburg wirft das Handtuch. Nach seiner erneuten Niederlage bei der Abstimmung über die Olympischen Winterspiele 2014 Anfang Juli in Guatemala werde man nicht für die Spiele 2018 kandidieren, teilte Bürgermeister Heinz Schaden mit. "Salzburg wird sich definitiv nicht mehr bewerben, weil man chancenlos ist, so lange sich die Spielregeln nicht ändern", sagte der Kommunalpolitiker nach einer entsprechenden Entscheidung des Gemeinderats.

Die "Mozartstadt" war bereits mit ihrer ersten Bewerbung für die Winterspiele 2010 gescheitert. Am 4. Juli hatte sich das IOC für Sotschi in Russland als Austragungsort 2014 entschieden. "Ich denke, unter diesen Umständen können sich kleine Länder nicht mehr bewerben", meinte Schaden angesichts der astronomischen Summen, die für Olympische Winterspiele notwendig seien. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hatte schon nach dem Bekanntwerden der Entscheidung für Sotschi erklärt, die Wahl sei politisch oder wirtschaftlich motiviert gewesen.

Ob Salzburg, wie während der Gemeinderatssitzung gefordert, die nächsten 20 Jahre auf einen neuerlichen Olympia-Anlauf verzichten wird, bleibt abzuwarten. Sport werde allerdings ein Thema bleiben, meinte der sozialdemokratische Bürgermeister: "Ich erwarte mir von der Europameisterschaft 2008 ein tolles Fußballfest in den Straßen Salzburgs." Man werde die Augen offen halten, um kleine und feine Sportveranstaltungen nach Salzburg zu holen. Auch sonst gebe es ehrgeizige Projekte. (mit dpa)