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Osterrätsel 2010 : Die Lösungen

24.05.2010 00:00 Uhr

1. Lise Meitner (1878-1968)
war eine österreichisch-schwedische Kernphysikerin. Die Tochter jüdischer Eltern wurde im protestantischen Glauben erzogen. Ein extern abgelegtes Abitur berechtigte sie zum Studium der Physik, Mathematik und Philosophie in Wien. Ihr Lehrer war Ludwig Boltzmann. 1907 ging sie nach Berlin, wo sie Vorlesungen von Max Planck besuchen wollte. Dort lernte sie auch Otto Hahn kennen. Lise Meitner hat mit Otto Frisch die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung verfasst. Den Nobelpreis für Chemie für die Entdeckung der Kernspaltung bekam allerdings Otto Hahn.

2. Otto Heinrich Warburg (1883-1970)
war ein deutscher Biochemiker, Arzt und Physiologe.

Für die "Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments" erhielt er 1931 den Nobelpreis für Medizin. Warburg arbeitete nach dem Ersten Weltkrieg bis 1930 am Kaiser-Wilhelm-Institut in Dahlem. Danach gründete er das Kaiser-Wilhelm-Institut für Zellphysiologie, dessen Direktor er bis 1967 war.

3. Konrad Zuse (1910-1995)
war ein deutscher Bauingenieur, Erfinder und Unternehmer. Die bedeutendste Leistung des großen Tüftlers war 1941 die Entwicklung des Z3, des ersten universellen Computers der Welt. Nach seinem Studium des Maschinenbaus, der Architektur und des Bauingenieurwesens arbeitete er 1935 als Statiker bei den Henschel-Flugzeugwerken. Die monotone Rechnerei nervte ihn und er dachte über eine Automatisierung nach. Das Ergebnis war der Z1, ein elektrisch angetriebener mechanischer Rechner. Erst 1941 gelang ihm in seiner kleinen Kreuzberger Wohnung der Durchbruch mit dem Z3. Das später konstruierte Modell Z4 installierte Zuse schließlich an der ETH Zürich. 1949 gründete er die Zuse AG. Aus Anlass seines 100. Geburtstages finden in diesem Jahr diverse Veranstaltungen statt.

4. Marianne Awerbuch (1917-2004),
Deutsch-jüdischer Herkunft, geboren in Berlin. 1939 emigrierte sie gemeinsam mit ihrem Mann Max nach Palästina, konnte dort schließlich Geschichte studieren. 1966 erhielt sie die Chance, an der Freien Universität Berlin zu promovieren. Marianne Awerbuch blieb in Berlin, bekannt wurde sie als streitbare Professorin für Judaistik.

5. Magnus Hirschfeld (1868-1935),
geboren in Kolberg, war Arzt, Sexualfoscher und Mitbegründer der ersten Homosexuellenbewegung. Das Schicksal des Dichters Oscar Wilde und der Suizid eines Patienten ermutigten ihn, den Beweis anzutreten, dass Homosexualität angeboren sei. 1908 gründete er die "Zeitschrift für Sexualforschung" und 1919 zusammen mit Friedrich Wertheim das Institut für Sexualwissenschaft.

6. Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716)
war deutscher Philosoph und Wissenschaftler. Die Gründung der Preußischen Akademie der Wissenschaften, deren erster Präsident er auch war, geht auf seine Anregung zurück. Die Gründung einer Akademie in Wien scheiterte am Widerstand der Jesuiten. Der Gelehrte hatte König Ludwig XIV. die Eroberung Ägyptens vorgeschlagen. Leibniz' Mutter war Tochter des Rechtsgelehrten Wilhelm Schmuck.

7. Andreas Sigismund Marggraf (1709-1782)
war ein Berliner Chemiker und Anhänger der Phlogistontheorie, derzufolge jedem Körper bei der Verbrennung diese Substanz entweicht. Bedeutender war aber seine Entdeckung des Zuckergehaltes der Runkelrübe, Grundlage für die spätere industrielle Zuckerproduktion in Preußen.

8. Rahel Hirsch (1870-1953)
war die zweite Ärztin überhaupt in der Geschichte der Berliner Charité und 1913 Preußens erste Professorin für Medizin. Hirsch, Enkelin eines der bedeutendsten Rabbiner des 19. Jahrhunderts, Samson Raphael Hirsch, entdeckte die Durchlässigkeit der Nierenwand nicht nur für Flüssigkeiten, sondern auch für kleine Partikel (Hirsch-Effekt). Sie starb in London, wohin sie 1938 vor dem NS-Regime geflohen war.

9. Hermann von Helmholtz (1821-1894),
deutscher Physiologe und Physiker, einer der vielseitigsten Naturwissenschaftler seiner Zeit und Mitbegründer der Physikalisch-Technischen Reichanstalt, dem weltweit ersten Forschungszentrum außerhalb einer Universität. Helmholtz' Mutter war die Tochter eines Offiziers, eines Nachkommen des Penne, von dem der Name des US-Bundesstaats Pennsylvania stammt. Seine zweite Frau Anna führte in Berlin einen bekannten Salon. Aus erster Ehe stammte Sohn Richard, der Dampflokomotiven konstruierte. Seit 1995 ist die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren nach Hermann von Helmholtz benannt.

10. Robert Koldewey (1855-1925)
war Architekt und ein bedeutender vorderasiatischer Archäologe. Er gilt als einer der Begründer der historischen Bauforschung. Sein spektakulärster Erfolg war seine Grabung in Babylon und die Entdeckung der Prozessionsstraße mit dem Ischtartor, die heute im Vorderasiatischen Museum in Berlin zu sehen sind.

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