Palästinenser : Abbas fordert Iran zum Ende der Einmischung auf

Palästinenserpräsident Abbas wirft dem Iran vor, die Kluft zwischen den Palästinensern vertiefen zu wollen. Damit kritisierte er die derzeit im Iran stattfindende Konferenz zur Unterstützung des Gazastreifens. Sie habe zum Ziel, die Hamas zu stärken.

RamallahPalästinenserpräsident Mahmud Abbas hat den Iran aufgefordert, sich nicht länger in die innerpalästinensischen Angelegenheiten einzumischen. Der Iran habe alles getan, um die Kluft zwischen den Palästinensern zu verstärken, sagte Abbas am Mittwoch während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Außenministerin Hillary Clinton in Ramallah. "Wir fordern sie auf, die Einmischung in unsere Angelegenheiten zu beenden, weil sie nur den Streit vertiefen."

Die Kritik von Abbas zielt auf eine Konferenz ab, die der Iran zur Unterstützung des Gazastreifens einberufen hat. Die Autonomiebehörde sieht darin den Versuch, die radikal-islamische Hamas zu stärken. Die Hamas ist die stärkste innenpolitische Rivalin von Abbas. Die radikalen Islamisten kontrollieren seit einem blutigen Putsch vom Juni 2007 den Gazastreifen.

Die Konferenz ist aus Sicht der Palästinenserführung ein Gegenstück zu der internationalen Gaza-Konferenz vom vergangenen Montag im ägyptischen Scharm el-Scheich. Dort hatte die internationale Gemeinschaft die Autonomiebehörde von Abbas als einzig legitime Autorität im Gazastreifen bezeichnet. (ut/dpa)