Pandemie : Dritter Fall von Schweinegrippe in Brandenburg

In Brandenburg ist ein weiterer Fall von Schweinegrippe aufgetreten. Ein 33-Jähriger aus Cottbus steckte sich offenbar bei einer USA-Reise an. Bundesgesundheitsministerin Schmidt warnt vor Panik.

PotsdamNach zwei Fällen in Frankfurt (Oder) ist ein weiterer Brandenburger an der sogenannten Schweinegrippe erkrankt. Bei einem 33-jährigen Mann aus Cottbus habe sich der Verdacht einer Infektion mit der neuen Influenza bestätigt, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Potsdam mit. Der Mann sei in den USA gewesen und habe sich nach seiner Rückkehr mit grippeähnlichen Symptomen beim Arzt gemeldet. Er und seine Freundin seien häuslich isoliert und mit den notwendigen Arzneimitteln versorgt worden.

Die Gesamtzahl der seit Ende April in Deutschland bestätigten Fälle liegt damit bei 117. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) warnte vor übereilten Reaktionen. "Mit der Warnstufe sechs der Weltgesundheitsorganisation wächst die Sorge vieler Menschen vor dieser neuen Grippe. Aber zu übereilten oder panischen Reaktionen besteht kein Anlass", sagte Schmidt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Die Ministerin wies darauf hin, dass die Krankheit in den einzelnen Fällen bisher milde verlaufe und die antiviralen Mittel wirkten. Schmidt geht davon aus, dass bald ein Impfstoff gegen die Krankheit verfügbar ist. "Im Juli wird die Weltgesundheitsorganisation empfehlen, welcher Impfstoff hergestellt werden soll. Ab Herbst könnte dann, falls erforderlich, mit Impfungen begonnen werden", sagte Schmidt der Zeitung.

Die WHO hatte am Donnerstag die Influenza A (H1N1) zur Pandemie erklärt. Seit Bekanntwerden der ersten Fälle in Mexiko infizierten sich weltweit fast 30.000 Menschen. 145 starben bislang an der Schweinegrippe. (smz/ddp/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar