Panne in Potsdam : Polizei sucht Daten von 16.000 Fällen

Die Kriminalstatistik zeigte: Die Zahl der Straftaten in Brandenburg ist dramatisch zurückgegangen. Das überraschte die Spezialisten der Polizei dann doch. Und tatsächlich - die Statistik ist voller Fehler, und große Datenmengen sind völlig verschwunden.

Berlin/PotsdamDer ungewöhnlich hohe Rückgang der Fälle in der Statistik ist nach einem Pressebericht offenbar auf Eingabefehler und fehlende Kontrollmechanismen im Zusammenhang mit dem neuen Polizeicomputersystem "ComVor" zurückzuführen. In den Vergleichszeiträumen der vergangenen Jahre wurden 15.000 Fälle mehr registriert.

Bei ersten Tiefenanalysen sei durch die IT-Spezialisten außerdem festgestellt worden, dass rund 16.000 offene Fälle aus dem bereits abgeschalteten Computernetzwerk nicht in das neue System übernommen worden sind, heißt es. Jeder einzelne Fall werde nun nachgeprüft. Zudem habe man herausgefunden, dass mehr als 1000 Fahndungen nach gestohlenen oder unterschlagenen Objekten nicht mit den dazugehörigen Fällen verknüpft worden seien.

Eine Sprecherin des Innenministeriums wollte die Zahlen nicht bestätigen, räumte aber ein, dass ihre Behörde nach einer Prüfung auf die Probleme aufmerksam wurde. Der Vorgang sei zur Chefsache erklärt worden. Die Behörde sei zuversichtlich, die Probleme mit der Statistik im Laufe des Jahres lösen zu können. (rope/ddp)

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