Der Tagesspiegel : Paprika für den Eigenbedarf

Peter Busch

Wegen des Geschmacks und als Gemüse mit dem höchsten Vitamingehalt ist Paprika hoch geschätzt. Das Gemüse kann unter günstigen Kulturbedingungen auch gut im eigenen Garten gezogen werden. Allerdings kommt Paprika erst dann als blühende Pflanze in den Garten, wenn keine Fröste mehr drohen und die Nachttemperaturen nicht mehr unter zehn bis 15 Grad Celsius fallen. Der Juni ist zeitig genug, um sich einige blühende Pflanzen für den Eigenbedarf zu besorgen.

Paprika braucht einen vollen Sonnenplatz, am besten nach Süden ausgerichtet und mag es gar nicht, wenn sie von stark wachsenden Pflanzen überdeckt wird. Der Boden ist vor dem Auspflanzen mit reifem Kompost oder verrottetem Mist anzureichern. Der Abstand zu den Pflanzen beträgt allseitig 40 Zentimeter. Als Mischkultur empfehlen sich niedrig wachsende, ebenfalls sonnenhungrige Kräuter, wie Basilikum und Majoran.

Der Wasserbedarf von Paprika ist recht hoch, und zwar besonders während der Fruchtbildung. Deshalb ist der Boden unter den Pflanzen zu mulchen, um eine Verdunstung zu verringern. Bis zum Herbst wird regelmäßig gegossen und dem Gießwasser wöchentlich etwas Pflanzenjauche beigefügt. Dabei ist ein Benetzen der Blätter und Früchte mit dem Nass zu vermeiden.

Bei der Pflege der Paprikapflanzen scheiden sich die Geister: Während die einen das Entfernen der Triebspitze nach 25 Zentimetern anraten, hat es sich im naturgemäßen Gartenbau erwiesen, dass ein Schnitt, auslichten oder entfernen der Blätter, weder erforderlich noch zu empfehlen ist. Lediglich das Befestigen mit einem Stab und ein Anbinden ist bei größeren Pflanzen sinnvoll, damit sie nicht durch die Last der Früchte abbrechen. Spätere Früchte bekommen je nach Sorte mit der Reife eine rote oder gelbe Farbe und einen etwas kräftigeren Geschmack.

Paprika ist gegen Krankheiten wenig anfällig. In der trockenen Luft unter Glas und Folie kommen kaum Pilzerkrankungen vor; eher lästig ist ein Befall mit der Weißen Fliege, deren Vertreter oft unter den Blättern sitzen. Mit Hilfe von Gelbtafeln, die man zwischen den Pflanzen befestigt, ist diesem Problem gut beizukommen.

Von drei bis vier Pflanzen kann man bei guten Bedingungen den Sommer über bis zu den ersten Frösten dann zirka drei Kilogramm Früchte ernten, die natürlich wegen ihres hohen Vitamingehalts am besten frisch zu Salaten geeignet sind. Beliebt sind aber auch Zubereitungen gedämpft als Gemüse oder mit Hackfleisch gefüllt.

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