Peinliche Panne : Tresor mit mindestens 100.000 Euro verschrottet

Im Elektrostahlwerk Hennigsdorf bei Berlin trauen Arbeiter ihren Augen nicht. Beim Entladen eines Schrotttransporters flattern ihnen plötzlich Geldscheine entgegen. Die Postbank, bei der die Panne passierte, ist nun auf der Suche nach dem ehrlichen Finder.

Berlin Bei der Postbank hat es eine peinliche Panne mit Bargeld gegeben. Nach dem Umbau einer Berliner Filiale landete ein mit mindestens 100.000 Euro gefüllter Tresor in einem brandenburgischen Stahlwerk zum Verschrotten. Der Vorgang sei auf die "Unachtsamkeit eines Mitarbeiters" zurückzuführen, sagte Postbank-Sprecher Ralf Palm am Freitag. Beim Abladen des Geldschranks von einem Lkw im Elektrostahlwerk in Hennigsdorf bei Berlin habe es plötzlich Geld geregnet, berichtete der "Oranienburger Generalanzeiger". Ereignet habe sich der Vorfall bereits am 14. Januar.

Nach Angaben der Zeitung wurden 170.000 Euro in dem Tresor gefunden. Postbank-Sprecher Palm nannte jedoch nur eine Summe von 100.000 Euro. Die Polizei habe das Geld inzwischen der Postbank zurückgegeben. Der Tresor, der bei Umbauarbeiten in einer Weddinger Filiale der Bank im Dezember ausgemustert worden sei, sei vor der Übergabe an die Entsorgungsfirma nicht vollständig geleert worden, erläuterte der Sprecher weiter. Die Postbank habe unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls "alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen, um das Geld zurückzuholen", hieß es weiter.

Der Vorfall werde für den Mitarbeiter Konsequenzen haben, kündigte Palm an. Ein Finderlohn werde an den entsprechenden Mitarbeiter des Stahlwerks gezahlt. Noch sei der Postbank aber nicht bekannt, wer den Fund gemeldet habe. Die Berliner Polizei bestätigte den Vorfall. Der Tresor sei beim Recycling zur Einschmelzung vorbereitet worden, sagte ein Sprecher. Offenbar habe es auch dabei einen unachtsamen Umgang gegeben. Der letzte Schrottprüfer im Elektrostahlwerk habe dann das Geld gefunden. Die Beamten hätten zunächst wegen des Verdachts auf Diebstahl gegen unbekannt ermittelt. Es habe sich jedoch herausgestellt, dass keine Straftat vorliege. Beim Hennigsdorfer Stahlwerk wollte sich niemand zu dem Vorfall äußern.  (sf/ddp)

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