Pergamon-Museum : Markttor von Milet wird wieder aufgebaut

Im Berliner Pergamon-Museum wird seit heute das Obergeschoss des römischen Markttores von Milet wieder aufgebaut.

Pergamonmuseum
Römisches Prachttor: Ein Bombentreffer aus dem Zweiten Weltkrieg hat das Bauwerk schwer beschädigt. -Foto: ddp

BerlinIm Berliner Pergamon-Museum wird seit heute das Obergeschoss des Markttores von Milet aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. wieder aufgebaut. Das römische Prachttor wird bereits seit dem vergangenen Jahr bei laufendem Museumsbetrieb hinter einer Wand aus Plexiglas saniert. Untersuchungen in den vergangenen Jahren hatten ergeben, dass die obersten Partien des 1928/29 wiedererrichteten Marmorbaus wegen eines Bombentreffers in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges und der nachfolgenden unzulänglichen Reparaturen stark bedroht sind.

Deshalb wurde entschieden, die am stärksten gefährdeten und am wenigsten fachgerecht verbauten Werksteine abzubauen und in einer externen Werkstatt zu sichern. Der jetzige Wiederaufbau sei ein wichtiges Etappenziel bei den Restaurierungsarbeiten, teilte das Museum mit. Rund 40 Steine aus dem Giebel des Tores - vor allem marmorne Originale, aber auch moderne Ergänzungen in Beton und anderen Materialien - wurden herausgelöst.

Neue, beim Abbau der Markttor-Teile gewonnene Erkenntnisse hätten dann ergeben, dass eine früher vorgesehene, weitergehende Demontage des gesamten Tores nicht notwendig ist. Daher könnten nun die gesicherten Werksteine schnell wieder in die Fassade eingesetzt werden. Parallel zum Umbau und der Erweiterung des gesamten Pergamonmuseums vom Jahr 2010 an wird dann das Monument vollständig restauriert. Auf der "gläsernen Baustelle" können die nach Museumsangaben rund eine Million Besucher jährlich den Fortgang der Arbeiten beobachten. (mit dpa)