PERSPEKTIVEN IN BERLIN : Auf das Netzwerk kommt es an

Der Industriestandort Berlin war gestern. Heute mausert sich die Stadt zum El Dorado für Forschung und Entwicklung – gefördert vom Senat. Diese Entwicklung bietet für Spezialisten aus den so genannten MINT-Berufen gute Chancen. Ingenieure und Informatiker seien ebenso gefragt, wie Mathematiker, Chemiker und andere Naturwissenschaftler, heißt es bei der Bundesagentur für Arbeit (BA). „In diesen Sparten hat Berlin in den letzten Jahren stark an Wirtschaftskraft zugelegt, der Trend dürfte sich fortsetzen“, sagt BA-Sprecher Olaf Möller – auch wenn die Arbeitslosenzahlen etwas anderes vermuten lassen. So waren im Juni dieses Jahres rund 2800 arbeitslose Ingenieure in Berlin verzeichnet. Gleichzeitig hatten die Firmen der Arbeitsagentur nur rund 360 offene Stellen gemeldet. Das liege jedoch auch daran, dass kleine und hochspezialisierte Technologiefirmen Mitarbeiter eher über eigene Netzwerke suchen würden, statt über die Arbeitsagentur, so Möller. Auch über Branchenportale und Fachzeitschriften wie die VDI Nachrichten liefen viele Stellenausschreibungen. Für die Firmen ist das oft die bessere Wahl, denn: „Wenn die Spezialisierung nicht passt, wird es schwierig.“ Genau dort liegt die Chance für Fachkräfte, die sich berufsbegleitend weiterbilden: „Viele Unternehmen fördern die Spezialisierung eigener Mitarbeiter“, so Jürgen Weiß, Kanzler der bbw Hochschule. sby

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