• Radioaktive Strahlung im Reaktor in Flamanville: Störfall in nordfranzösischem Atomkraftwerk

Radioaktive Strahlung im Reaktor in Flamanville : Störfall in nordfranzösischem Atomkraftwerk

Im nordfranzösischen Atomkraftwerk Flamanville hat es in der vergangenen Nacht einen Störfall gegeben, sechs Stunden lang ist im Inneren des Reaktors Radioaktivität ausgetreten. Die Mitarbeiter und die Bewohner der Gegend sollen aber glimpflich davon gekommen sein.

Im Atomkraftwerk im nordfranzösischen Flamanville ist im Inneren eines Reaktorgebäudes knapp sechs Stunden lang Radioaktivität ausgetreten. Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN stufte den Vorfall, der sich in der Nacht zum Donnerstag ereignete, auf der bis sieben reichenden internationalen Störfallskala INES mit Niveau eins ein. Die Verstrahlung ereignete sich demnach im sogenannten Primärkreislauf des Reaktorgebäudes, als der Ende Juli für Wartungsarbeiten abgeschaltete Reaktor wieder hochgefahren wurde.
Mitarbeiter des Akw mussten das Reaktorgebäude verlassen, sie waren den Angaben der Behörde zufolge keiner Strahlung ausgesetzt. Demnach gelangte auch keine Radioaktivität in die Umwelt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls, der am Mittwoch um 23.15 Uhr begann, lief der Primärkreislauf des Reaktors mit einer Temperatur von 200 Grad Celsius. Der Reaktor wurde umgehend heruntergefahren, wodurch Wassertemperatur und Druck in dem Röhrenssystem wieder abfielen.
In dem direkt am Ärmelkanal gelegenen Atomkraftwerk Flamanville gibt es zwei Reaktoren. Derzeit wird dort zudem ein dritter Reaktor gebaut, ein sogenannter Europäischer Druckwasserreaktor (EPR). (afp)

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