Politik : 1,5 Milliarden für Syriens Flüchtlinge Fast 60 Staaten sammeln in Kuwait Geld

Istanbul/Kairo - Mit rund anderthalb Milliarden Euro will die internationale Staatengemeinschaft die verheerende Lage der syrischen Flüchtlinge verbessern. „Wir haben unser Ziel übertrofffen“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Abschluss einer Geberkonferenz in Kuwait. Vertreter aus 59 Staaten sagten am Mittwoch zu, Mittel für die etwa vier Millionen Opfer des syrischen Bürgerkrieges bereitzustellen. Allein die ölreichen Länder Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate versprachen, jeweils rund 223 Millionen Euro zu geben. Deutschland stellt nach Angaben des Außenministeriums weitere zehn Millionen Euro bereit. Geplant ist, dass ein Drittel des Geldes den Menschen in Syrien zugutekommen soll, der Rest den inzwischen fast 700 000 Flüchtlingen in den Nachbarländern.

Der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten, John Ging, wies allerdings in New York darauf hin, dass Helfer in dem Bürgerkriegsland oft gar nicht erst zu den Hilfsbedürftigen gelangten. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kritisierte, dass die von der Regierung kontrollierten Gebiete den Großteil der Hilfeleistungen erhielten. Auf die Gebiete der Opposition entfalle nur ein minimaler Anteil. dpa/KNA

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