Politik : 10. Ein umstrittener Avantgardist

Schon früh befasste er sich, wie auch seine beiden Brüder, mit Kunst. Bereits als 15-Jähriger erhielt er ein Stipendium an der Kunstgewerbeschule in der Hauptstadt seines Landes, sein jüngerer Bruder folgte ihm später nach. Er war erst 26 Jahre alt, als ihm gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder vom Kaiser, den dieses Nachbarland damals noch hatte, eine hohe Ehrung zuteil wurde. Nach dem frühen Tod des Bruders arbeitete er allein und entwickelte einen ornamentalen und dekorativen Malstil, der ihm nicht nur Bewunderung einbrachte.

Drei Deckengemälde, die man ihm für eine Universität in Auftrag gegeben hatte, wurden abgelehnt mit der Begründung, sie seien hässlich und unanständig. Daraufhin gab er das Vorschuss-Honorar zurück, behielt die Gemälde und reichte eines davon zur Weltausstellung ein, die im Jahr der Jahrhundertwende stattfand und erhielt dafür die Goldmedaille. Er gründete eine Art Künstlergemeinschaft, in die er viele avantgardistische Maler aufnahm. Seine Bilder aber galten und gelten als die typischsten Werke eines ganz neuen Stils. Seine späteren, erotischen Frauenporträts wurden in der Kunstwelt bewundert, von der Presse und in bürgerlichen Kreisen jedoch abgelehnt und angefeindet. Er starb nach einem Schlaganfall mit 56 Jahren.

Auflösung

Gustav Klimt (1862 - 1918), österreichischer JugendstilMaler, geboren in Wien als Sohn eines Graveurs. Mit seinem Bruder Ernst gestaltete er ein Deckengemälde für die Hermesvilla der Kaiserin Elisabeth und unter anderem das Wiener Burgtheater. 1897 Gründung der Wiener Secession, 1906 des Österreichischen Künstlerbundes. Er stirbt in Wien. ()

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