Politik : 14 Tote bei Gasexplosion in Belgien

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Brüssel Eine verheerende Gasexplosion hat in Belgien 14 Feuerwehrleute in den Tod gerissen. Etwa 200 Menschen wurden nach Behördenangaben vom Mittag verletzt, als eine Erdgas-Fernleitung am Freitag in einem Industriegebiet bei Ath im Hennegau rund 40 Kilometer südwestlich von Brüssel nach Bauarbeiten in die Luft flog.

Rund 100 Opfer erlitten schwere Verbrennungen, 24 schwebten nach Angaben des belgischen Gesundheitsministeriums auch Stunden nach dem Unglück in Lebensgefahr. Die Behörden riefen Katastrophenalarm aus.

Zum Zeitpunkt der kilometerweit hörbaren Explosion waren mindestens 200 Menschen am Unglücksort, sagte der Direktor des betroffenen Industriegebiets. Die Wucht der Explosion riss einen tiefen Krater in den Boden und schleuderte manche Opfer mehrere hundert Meter weit durch die Luft. Für viele kam jede Hilfe zu spät.

Zu den Verletzten gehörten Arbeiter, Feuerwehrleute, Polizisten und Beschäftigte des Energieversorgers Electrabel, dessen nahe gelegenes Gebäude völlig zerstört wurde.

Nach Angaben des Gasnetzbetreibers Fluxys in Antwerpen war am Morgen ein Leck an der Erdgasleitung von Seebrügge zur französischen Grenze entstanden. Eine halbe Stunde später habe sich das Gas auf einem Firmengelände in Ghislenghien entzündet und sei explodiert. Der Grund dafür waren anderen Angaben zufolge Bauarbeiten.

Berlin und Brandenburg werden mit der gleichen Art von Gasleitungen versorgt. Doch nur im Stadtgebiet wird der innere Druck gesenkt. Dennoch herrscht auch hier eine große Gefahr durch Bauarbeiten, die die Leitungen beschädigen können. dpa

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