Politik : 16 Milliarden für Kampf gegen Armut

New York - Im Kampf gegen die weltweite Armut haben die Teilnehmer des UN-Armutsgipfels rund 16 Milliarden US-Dollar versprochen. Einzelne Regierungen, internationale Organisationen, Stiftungen und Unternehmen sollen die Zahlungen in den nächsten Jahren leisten, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Donnerstag zum Abschluss des Treffens in New York. „Das war ein sehr erfolgreicher Tag“, versicherte der UN- Chef. Die zugesagte Hilfe habe „alle unsere Erwartungen übertroffen“. Diplomaten betonten jedoch, dass oft den Versprechungen keine Taten folgten. „Jetzt muss man abwarten, ob das Geld auch fließt“, hieß es. Das grundsätzliche Problem der stagnierenden langfristigen Entwicklungshilfe bleibe zudem bestehen.

Mit dem Geld sollen Bildungseinrichtungen, Agrar- und Gesundheitsprojekte gefördert werden. Als einen der größten Einzelposten hob Ban die rund drei Milliarden US-Dollar für den Kampf gegen Malaria hervor. Eine neue Initiative der Weltgesundheitsorganisation solle bis 2015 neue Todesfälle durch die Fieberkrankheit verhindern. Noch sterben jährlich rund eine Million Menschen an Malaria. Die Staaten, die an dem Gipfel teilnahmen, fällten keine verbindlichen politischen Beschlüsse, um die Armut zu bekämpfen.

Auf dem Treffen zogen Politiker und Experten eine Zwischenbilanz zu den Millenniumsentwicklungszielen. Im Jahr 2000 hatte die Staatengemeinschaft acht Ziele vereinbart, die bis 2015 erreicht werden sollen. Dazu gehören eine Halbierung der extremen Armut und des Hungers, bessere Bildung, Kampf gegen Aids, Malaria und andere Krankheiten, Umweltschutz sowie eine faire Partnerschaft zwischen armen und reichen Ländern.

Generalsekretär Ban unterstrich, dass die Weltgemeinschaft die Millenniumsentwicklungsziele erreichen könne. Die Staaten müssten aber alle nötigen Kräfte mobilisieren. Zu Beginn des Treffens hatte Ban gewarnt, dass die Finanzkrise das Wohlergehen von Milliarden Menschen weltweit bedrohe. jdh

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