20 Jahre Mauerfall : Tiefensee fordert in Schulen mehr Zeit für DDR-Geschichte

Neue Lehrpläne: Der für den Aufbau Ost zuständige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat die Länder aufgerufen, in den Schulen mehr Wissen über die DDR zu vermitteln.

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Wünscht sich, dass sich Menschen begegnen und miteinander reden: Wolfgang Tiefensee -Foto: dpa

Dresden"Ich appelliere an die Länder-Kultusminister, der DDR-Geschichte in den Lehrplänen mehr Platz und mehr Zeit einzuräumen", sagte Wolfgang Tiefensee (SPD) der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" kurz vor Beginn des Jubiläumsjahres 2009 mit 20 Jahren Mauerfall und 60 Jahren Bundesrepublik.

Tiefensee wünscht sich dazu "nicht nur staatstragende Feierlichkeiten, sondern vielmehr, dass sich Menschen begegnen und miteinander reden". Nicht Funktionäre, sondern diejenigen sollten sprechen, die unter der DDR gelitten hätten, aber auch diejenigen, die sich darin wohlfühlten. "Ich möchte, dass diejenigen, die um den Ring in Leipzig gezogen sind, die in Plauen, in Dresden, wo auch immer auf die Straße gegangen sind, eingeladen werden und dass man über das Erlebte spricht", sagte Tiefensee.

Doch müsse man auch über die Gegenwart reden. Es sei an der Zeit, "darüber nachzudenken, warum seit 1989 Enttäuschungen entstanden sind, warum wir nicht überall so vorangekommen sind wie erhofft", fügte der Minister hinzu. (mfa/ddp)

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