Politik : 25 Iraker in Bagdad entführt

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Bagdad - Während einer Versöhnungskonferenz zur Eindämmung der Gewalt im Irak sind bei einer neuen Massenentführung in Bagdad rund zwei Dutzend Männer verschleppt worden. Die bewaffneten Angreifer hätten mit ihren Geländewagen ein Gebäude des Roten Halbmondes in der Innenstadt umstellt und etwa 25 Männer entführt, sagte ein leitender Mitarbeiter des irakischen Innenministeriums am Sonntag. Ein Augenzeuge berichtete, der Angriff habe sich gezielt gegen das Büro der Hilfsorganisation in der Innenstadt gerichtet. In irakischen Sicherheitskreisen war von knapp dreißig Entführten die Rede. Die Angreifer trugen demnach Militäruniform und verschleppten nur Männer; Frauen nahmen sie nicht mit.

Regierungschef Maliki hatte am Samstag eine zweitägige Versöhnungskonferenz eröffnet, bei der es vor allem um die Gewalt im Irak gehen sollte. Der britische Premier Tony Blair traf am Sonntag zu einem überraschenden Besuch im Irak ein. Großbritannien werde der Regierung und der Bevölkerung beistehen und wolle dazu beitragen, „dass Ihre Demokratie nicht durch den Terrorismus und durch Sektierertum zerstört wird“, sagte Blair.

Die irakische Polizei fand in Bagdad am Samstag mehr als 50 Leichen. Alle Opfer seien Männer, die am selben Tag getötet worden seien, teilten die Sicherheitskräfte mit. AFP

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