25 Jahr Deutsche Einheit : Angela Merkel wäre im Westen Lehrerin geworden

Bundeskanzlerin Angela Merkel wäre nicht Physikerin geworden, sondern Lehrerin, wenn sie im Westen gelebt hätte. Das erklärte sie Schülern bei einer Veranstaltung "25 Jahre Deutsche Einheit".

Angela Merkel am Dienstag mit Schülerinnen. Sie sprach über 25 Jahre Deutsche Einheit.
Angela Merkel am Dienstag mit Schülerinnen. Sie sprach über 25 Jahre Deutsche Einheit.Foto: AFP

Bundeskanzlerin Angela Merkel wäre nach eigener Einschätzung im Westen Deutschlands nicht Naturwissenschaftlerin geworden. „Ich vermute, dass ich in der Bundesrepublik nicht Physik studiert hätte (...). Vielleicht wäre ich Lehrerin in der Bundesrepublik geworden“, sagte die CDU-Vorsitzende am Dienstag im Kanzleramt bei der Veranstaltung „25 Jahre Deutsche Einheit - Was lehrt uns die DDR?“ mit Schülern der Oberstufe aus verschiedenen Bundesländern.

Als Lehrerin in der DDR hätte sie Schüler indoktrinieren müssen. Das habe sie nicht gewollt. „Ich habe mich dann entschlossen, Physik zu studieren, weil man in der Physik nicht ganz so viel verbiegen konnte wie in den anderen Bereichen.“

Merkel schilderte, dass ihre Mutter in der DDR nicht als Englisch-Lehrerin habe arbeiten dürfen. In ihrer Heimatstadt Templin wäre eher der gesamte Englisch-Unterricht ausgefallen, als dass die Frau eines Pfarrers hätte Englisch lehren dürfen - aus Angst, dass die Schüler dann alle Christen werden würden, sagte Merkel. (dpa)



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