Politik : 28 Gouverneure in Iran drohen mit Rücktritt

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(dpa). In Iran weiten sich die Proteste gegen den Ausschluss führender Reformpolitiker von der Parlamentswahl aus. Abgeordnete veranstalteten den zweiten Tag in Folge Sitzstreiks im Parlament. Die Reformpartei IIPF von Präsidentenbruder MohammedResa Chatami hielt eine Kundgebung ab. Studenten solidarisierten sich, 28 Gouverneure drohten mit Rücktritt. Der vom konservativen Klerus beherrschte Wächterrat hatte am Sonntag über 2000 Bewerbern eine Kandidatur zur Wahl am 20. Februar untersagt, darunter rund 80 Abgeordneten. Der oberste Führer, Ajatollah Ali Chamenei, lehnte ein Eingreifen in den Konflikt ab. Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana forderte bei seiner Ankunft in Iran faire und freie Wahlen.

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