Politik : 30 Jahre Haft in USA für Drogenbosse

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Miami - Zwei der einst mächtigsten Drogenbosse der Welt sind in den USA zu jeweils 30 Jahren Haft verurteilt worden. Die Ex-Chefs des Rauschgiftkartells aus dem kolumbianischen Cali, die Brüder Gilberto und Miguel Rodríguez Orejuela, erhielten die Strafen am Dienstag vor einem Gericht in Miami. Die 67 und 62 Jahre alten Brüder hatten sich wegen Drogenschmuggels und Geldwäsche schuldig bekannt. Das Schuldbekenntnis ist Teil eines Deals mit den US-Behörden. Die Brüder waren 1995 in Kolumbien festgenommen worden. Gilberto Rodríguez Orejuela, genannt „Der Schachspieler“, wurde im Dezember 2004 an die USA ausgeliefert, sein jüngerer Bruder wenige Monate später.

Die ehemalige Nummer zwei des Cali-Kartells, Gilberto Rodríguez Orejuela, bat vor Gericht um Entschuldigung für seine Taten. „Ich entschuldige mich bei meiner Familie, bei den Vereinigten Staaten und seinen Behörden“, sagte er. Sein Bruder Miguel, der ehemalige Kopf des Kartells, verweigerte dagegen jede Entschuldigung. Das Duo galt zusammen mit ihrem Konkurrenten, dem 1993 von der Polizei auf der Flucht erschossenen Pablo Escobar, als die Strippenzieher des Drogenhandels in Kolumbien. Zu Hoch-Zeiten kontrollierte das Cali-Kartell laut US-Ermittlern 80 Prozent der illegalen Kokain-Importe in die USA. Kolumbien ist weltweit der größte Kokain-Produzent; größter Absatzmarkt sind die USA. AFP

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