Tag 160 bis 179

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Update
397 Verhandlungstage : Die Chronik des NSU-Prozesses
Sie steht im Zentrum des Prozesses: Beate Zschäpe.
Sie steht im Zentrum des Prozesses: Beate Zschäpe.Foto: dpa

Tag 160 / 18. November 2014: Richter Götzl lässt die vier Versionen des Bekennervideos der Terrorzelle vorführen. Grausige Bilder der von Mundlos und Böhnhardt erschossenen und dann noch fotografierten Türken.

Tag 161 / 19. November 2014: Weitere Befragung von Kai D. Keine neuen Erkenntnisse.

Tag 162 / 20. November 2014: Dreister Auftritt einer Zeugin aus Sachsen. Die Frau war bei Blood & Honour aktiv und verharmlost die braune Skinheadtruppe als familienfreundliche Vereinigung. Die Zeugin bestreitet, ihren Reisepass angeboten zu haben, damit Zschäpe mit Mundlos und Böhnhardt ins Ausland hätte flüchten können.

Tag 163 / 25. November 2014: Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten, einer der Vertreter der Bundesanwaltschaft im Prozess, wird als Zeuge befragt. Die Verteidiger Zschäpes und Wohllebens haben seine Vernehmung beantragt. Der Oberstaatsanwalt soll einen  mutmaßlichen Mittelsmann in der Lieferkette der Ceska 83 von der Schweiz über Jena zum NSU im Verhör lautstark unter Druck gesetzt haben. Weingarten berichtet von energischen Fragen, mehr war nicht.

Tag 164 / 26. November 2014: Ein ehemaliger Rechtsextremist bestreitet, seinen Personalausweis der Terrorzelle gegeben zu haben. Das Dokument fand die Polizei im Schutt des ausgebrannten Hauses in Zwickau.

Tag 165 / 27. November 2014: Weiterer Befangenheitsantrag der Verteidiger Zschäpes und Wohllebens gegen Richter Götzl. Er wollte einem Thüringer Polizisten Auszüge aus dem Protokoll einer früheren Vernehmung Zschäpes vorhalten, obwohl der Beamte sich an nichts erinnern konnte.

Tag 166 / 2. Dezember 2014: Zwei ehemalige Polizisten aus der Schweiz berichten über Ermittlungen gegen einen Kriminellen, der 1998 Waffen nach Deutschland verkauft hatte. Keine Neuigkeiten zur Ceska 83.

Tag 167 / 3. Dezember 2014: Ein ehemaliger V-Mann des Brandenburger Verfassungsschutzes wird zur Beschaffung von Waffen für den NSU befragt. Der Zeuge kann oder will sich an nichts erinnern.

Tag 168 / 9. Dezember 2014: Polizisten berichten von Verhören eines früheren Blood & Honour-Aktivisten zu Waffen für die Terrorzelle. Die Befragungen brachten keinen Durchbruch.

Tag 169 / 10. Dezember 2014: Die frühere Aktivistin der sächsischen Sektion von Blood & Honour beteuert erneut, sie habe ihren Pass nicht Zschäpe zur Verfügung stellen wollen.

Tag 170 / 11. Dezember 2014: Ein Kriminalbeamter erläutert Fotos, auf denen Uwe Mundlos in Stuttgart zu sehen ist. Möglicherweise wollte der Neonazi gemeinsam mit Böhnhardt Anschlagsziele ausspähen.

Tag 171 / 16. Dezember 2014: Ein Richter am Bundesgerichtshof sagt, er sei bei der Vernehmung von Carsten S. überrascht gewesen, dass er von sich aus den Schalldämpfer zur Ceska 83 erwähnt habe.

Tag 172 / 17. Dezember 2014: Ein früherer Sprengstoffermittler der bayerischen Polizei berichtet über die Ermittlungen zum Anschlag mit einer sprengstoffgefüllten Taschenlampe in Nürnberg. Der Raum in dem türkischen Lokal sei mit Splittern übersät gewesen.

Die Spur der Neonazi-Mörder
November 2011: Nach Ermittlungen um einen missglückten Banküberfall in Arnstadt und ein explodiertes Wohnhaus in Zwickau sieht sich die Bundesrepublik erstmals seit der Wiedervereinigung mit rechtsextremem Terror in größerem Ausmaß konfrontiert. Schnell ist die Rede vom Jenaer Neonazi-Trio um Beate Z. (36), Uwe B. (34) und Uwe M. (38). Ihre Spur lässt sich bis in die 90er Jahre zurückverfolgen.Weitere Bilder anzeigen
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20.03.2013 13:59November 2011: Nach Ermittlungen um einen missglückten Banküberfall in Arnstadt und ein explodiertes Wohnhaus in Zwickau sieht...

Tag 173 / 12. Januar 2015: Beginn der Beweisaufnahme zum Nagelbombenanschlag vom 9. Juni 2004 in der Keupstraße in Köln. Polizisten beschreiben die Verwüstung.

Tag 174 / 13. Januar 2015: Ein Polizist zeigt Fotos mit Nägeln, die beim Anschlag umherflogen.

Tag 175 / 20. Januar 2015: Opfer des Anschlags, meist türkischer Herkunft, sagen zu ihren körperlichen und psychischen Schäden aus.

Tag 176 / 21. Januar 2015: Weitere Opfer aus der Keupstraße berichten über ihre Qualen.

Tag 177 / 22. Januar 2015: Wieder Opfer des Bombenanschlags.

Tag 178 / 27. Januar 2015: Opfer sagen aus.

Tag 179 / 28. Januar 2015: Opfer des Anschlags.

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