Politik : 425 000 Tonnen Bomben - Zahlen und Fakten

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Opfer: Nach amerikanischen Schätzungen betrug die Zahl der vietnamesischen Todesopfer drei Millionen, davon zwei Millionen Zivilisten. Auf amerikanischer Seite fielen etwa 58 000 Soldaten.

Zerstörung: Bei der Luftoffensive "Rolling Thunder" fielen bis 1967 rund 425 000 Tonnen Bomben. Insgesamt sollten es doppelt soviel wie im Zweiten Weltkrieg werden, einschließlich der berüchtigten Napalm- und Splitterbomben. 72 Millionen Liter Chemikalien wie das Entlaubungsmittel "Agent Orange" setzte die US-Armee ein.

Spätfolgen: Von 1000 Einwohnern hat Agent Orange mindestens ein Opfer gefordert. In den Gebieten, über denen die größten Mengen an Agent Orange ausgeschüttet worden sind, häufen sich die Fälle von Krebs, Fehl- und Missgeburten. Allein in der Provinz Quang Tri leiden 15 000 Menschen an den Spätfolgen von Agent Orange. Rund 2000 von ihnen sind bereits gestorben. Im ganzen Land sollen Hunderttausende durch die Verseuchung der Nahrungskette betroffen sein. Von den etwa 42 Millionen Kindern, die seit dem Kriegsende geboren worden sind, sind 76 000 mit Missbildungen zur Welt gekommen.

Blindgänger: Mindestens 22 000 Menschen sollen seit Kriegsende durch Restmunition getötet, ebenso viele verletzt worden sein.

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