50 Jahre Élysée-Vertrag : Frankreichs Präsident zu Besuch in Berlin

Der französische Präsident François Hollande ist im Rahmen der Élysée-Jubiläumsfeiern nach Berlin gekommen. Vor den Feierlichkeiten will er sich mit Merkel auch über Mali unterhalten. Zuvor hatten jedoch die Kulturstaatsminister der Länder 20.000 Euro zu verteilen - an zwei Schriftsteller.

Trotz Euro immer noch eine gute Figur: Die deutsch-französische Freundschaft feiert ihr 50-jähriges Bestehen des Élysée-Vertrages.
Trotz Euro immer noch eine gute Figur: Die deutsch-französische Freundschaft feiert ihr 50-jähriges Bestehen des Élysée-Vertrages.Foto: dpa

Der französische Präsident François Hollande ist am Montag zu den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags in Berlin eingetroffen. Diese sollen am Dienstag, dem Unterzeichnungstag des Elysée-Vertrags im Jahr 1963, stattfinden. Geplant sind unter anderem gemeinsame Sitzungen der Regierungen und Parlamente Deutschlands und Frankreichs sowie ein Festkonzert. Bereits am Montagabend steht ein gemeinsames Abendessen Merkels und Hollandes auf dem Programm. Bei den Gesprächen am Rande dürfte es nach Angaben aus Paris auch um die Lage in Mali gehen.

50 Jahre Élysée-Vertrag
...Fran çois Hollande kann Merkel gut - wenn es die Not der Euro-Stunde nötig macht.Weitere Bilder anzeigen
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21.01.2013 15:37...Fran çois Hollande kann Merkel gut - wenn es die Not der Euro-Stunde nötig macht.

Zuvor wurden der deutsche Schriftsteller Andreas Maier und der französische Autor Eric Vuillard mit dem Franz-Hessel-Preises ausgezeichnet. Die mit jeweils 10.000 Euro dotierte Auszeichnung soll den literarischen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich vertiefen.

Der 1967 in Bad Nauheim geborene Maier habe sich mit seinen Romanen als brillanter Erzähler und Chronist erwiesen, der sprachlich durch die Eindringlichkeit seiner Texte überzeuge, befand die Jury vor der Preisvergabe am Montag in Berlin. Maier wurde bereits für sein Debüt "Wäldchestag" (2000) ausgezeichnet. Zuletzt erschien die Kindheitserinnerung "Das Haus". Zu dem 1968 in Lyon geborenen Schriftsteller Eric Vuillard befand die Jury: "Der Erzähler verblüfft mit einer Sprache, die sich an niemanden und gleichzeitig an alle richtet, eine Sprache wie grauer Stahl, schwarze Kohle." Vuillard veröffentlichte zuletzt die Erzählungen "La Bataille d'Occident" und "Congo".

Der Preis wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrags in Berlin von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und seiner Amtskollegin Aurélie Filippetti am Montag überreicht. Namensgeber des Preises ist der Schriftsteller und Übersetzer Franz Hessel (1880-1941).

(dpa, AFP)

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