Politik : 500 Millionen Mark für die Verkehrsforschung

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) will dem explodierenden Verkehrsaufkommen in Deutschland mit einem neuen Forschungsprogramm begegnen. Das Programm "Mobilität und Verkehr", das am Mittwoch im Kabinett verabschiedet wurde, soll die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Verkehrssektor sichern und für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und Gesundheit sorgen. Wie die Ministerin in Berlin hervorhob, stellt ihr Haus in den nächsten Jahren für das Forschungsprogramm rund 500 Millionen Mark bereit.

Es gehe vor allem darum, die Informationstechnik im Verkehrsbereich besser zu nutzen, etwa bei neuen Signalsystemen. Denn nach Bulmahns Angaben sprengt das Verkehrswachstum auf den Straßen sämtliche zuvor gemachten Prognosen. Die Zahl der Autos habe um 13 Prozent, die der Lastwagen um 25 Prozent zugelegt. Es gelte, diesem Trend mit intelligenten Verkehrsnetzen zu begegnen.

Die Minsiterin hält es für vorrangig, die klimabelastenden Kohlendioxidemissionen zu reduzieren. Ein Forschungsschwerpunkt werde sich unter dem Motto "leiser Verkehr" auch der Bekämpfung des anschwellenden Lärmpegels widmen, um gesundheitliche Schäden beim Menschen so gering wie möglich zu halten. Bulmahn verwies darauf, dass der Ausbau der Verkehrswege nur "begrenzt" möglich sei. Gefragt seien organisatorische und technologische Lösungen, "die nicht nur die einzelnen Verkehrsträger, sondern das Gesamtsystem Verkehr" im Blick hätten.

Für das Verkehrsvorhaben nimmt das Ministerium noch Forschungsanträge entgegen. Träger des Projektes ist unter anderem der TÜV Rheinland.

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