Politik : 700. Todesstrafe in USA: Geistig Behinderter soll hingerichtet werden

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In den USA wird an diesem Mittwoch die 700. Todesstrafe seit Wiedereinführung von 25 Jahren vollstreckt, wenn dies der Gouverneur des US-Bundestaates Missouri nicht mehr verhindert. Von der Hinrichtung bedroht sit Antonio Richardson. Er hatte zusammen mit zwei Mittätern 1991 die beiden Schwestern Kulie und Robin Kerry erst vergewaltigt und dann gezwungen, von einer 20 Meter hohen Brücke in den Mississippi zu springen. Ihre Leichen wurden nie gefunden. Der 26-jährige Schwarze gilt wegen eines Hirnschadens als geistig behindert. Zur Tatzeit war er erst 16 Jahre alt. Selbst die Mutter der beiden Opfer, die die Todesstrafe grundsätzlich befürwortet, hat in diesem Fall um eine Begnadigung gebeten. Menschenrechtsverbände, Kirchenverteter und der nationale Rechtsanwaltsverband haben gegen die Vollstreckung des Urteils protestiert. In den vergangenen zwei Jahren wurden außer in den Vereinigten Staaten nur im Kongo und Iran Menschen hingerichtet, die zur Tatzeit minderjährig waren.

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