Politik : 9. Mai: Estland und Litauen sagen Putin ab

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Vilnius/Tallinn Die Präsidenten der beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Estland und Litauen werden nicht an den russischen Feiern am 9. Mai zum 60. Jahrestag des Weltkiegsendes teilnehmen. Dies gaben Arnold Rüütel in Tallinn und Valdas Adamkus in Vilnius am Montag bekannt. Sie begründeten ihre Absagen ähnlich. „Der Name Litauen war für 50 Jahre von der Landkarte verschwunden. Wahrscheinlich gibt es keine Familie hier, die nicht (von russischen Deportationen und Erschießungen) betroffen war“, sagte Adamkus. „Das Beste, was ich für meine Bürger an einem solchen Tag tun kann, ist, zu Hause zu bleiben“, hieß es von Seiten Rüütels. Die lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga entschied sich – wie viele andere Staatschefs –, die Offerte des russischen Präsidenten Putin anzunehmen. Auf der Konferenz von Jalta waren die baltischen Ostseerepubliken 1945 unfreiwillig dem Machtbereich der damaligen Sowjetunion zugesprochen worden. dpa

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