Politik : Abermals viele Tote in Syrien

Beirut/Kairo - Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen sind in Syrien am Wochenende nach Zählung von Oppositionsgruppen mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. Am Samstag wurden den Angaben zufolge mindestens 96 Menschen getötet. Allein 60 Tote seien in der Leichenhalle eines Krankenhauses in der Provinz Idlib gefunden worden, berichtete ein Oppositionsvertreter. Am Sonntag wurden laut Menschenrechtsaktivisten mindestens acht Menschen getötet. Syrische Rebellen griffen nach Informationen von Menschenrechtlern einen Vorort der Hauptstadt Damaskus an. Nachdem sie die Stadt Duma vorübergehend unter ihre Kontrolle gebracht hatten, zogen sie sich nach wenigen Stunden in der Nacht zum Sonntag aber wieder zurück, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

Nach Aussage von Abu Omar, einem syrischen Regimegegner aus der Region Idlib, waren die Toten, die im Leichenhaus gefunden wurden, Opfer der Sicherheitskräfte des Regimes des syrischen Staatschefs Baschar al Assad. Sie seien festgehalten und zu Tode gefoltert worden, berichtete Omar. Unter den Opfern seien auch viele Frauen und Kinder.

Die Opposition in Syrien setzt ihre Hoffnungen unterdessen nur noch auf die Vereinten Nationen. Der Syrische Nationalrat erklärte: „Wir fordern die Arabische Liga offiziell auf, das Thema Syrien an den UN-Sicherheitsrat zu übergeben.“ Die Arabische Liga will den Einsatz ihrer Beobachter in Syrien um einen Monat verlängern. Das verlautete am Sonntag nach einem Treffen des Syrien-Komitees der Liga. dpa/rtr/AFP

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