Abkommen : Deutschland erlässt Liberia 268 Millionen Euro Schulden

Berlin - Deutschland will Liberia 268 Millionen Euro Schulden erlassen. Am Donnerstagnachmittag unterzeichneten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf ein entsprechendes Abkommen. Bei der Eröffnung einer internationalen Geberkonferenz für das westafrikanische Land versprach Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) zudem 15 Millionen Euro Entwicklungshilfe für Liberia in diesem Jahr. Davon sollen zehn Millionen Euro in einen von der Weltbank verwalteten Straßenbaufonds fließen. Denn Straßen sind das, was sich die Menschen in Liberia am dringendsten wünschen.

Das hat Ellen Johnson Sirleaf zur Eröffnung der Konferenz berichtet. Denn die Armutsbekämpfungsstrategie, um deren Unterstützung es in Berlin noch bis zum Freitag geht, sei unter Einbeziehung der Menschen in allen 15 Verwaltungsbezirken Liberias erarbeitet worden. „Demokratie ist ein chaotisches Geschäft“, sagte sie. „Aber es hat sich gelohnt.“ Denn nun wüssten sie und ihre Regierungsbeamten, „was die Menschen in Liberia wirklich brauchen“. An erster Stelle stünden dabei Straßen. Johnson Sirleaf sagte, sie wolle in einigen Jahren sagen können: „Keine Frau muss mehr im Kindbett sterben, weil es keine Straße gab, um sie in ein Gesundheitszentrum zu bringen.“ deh

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